Entspannte Atmosphäre, ein Glas Wein, oder vielleicht doch ein Bier? Kommt darauf an, wer Du bist! Denn ich bin Du und stecke in deinem Kopf - und nicht nur da! Ich bin dein frecher Flaschengeist, deine Seelsorgerin und der Psychopath, der Dir nicht nur nachts, keine Ruhe lässt. Frei Schnauze, meine Gefühle auf den Lippen, sage ich was ich denke. ~ Hört ja Keine(r), außer DU! Ach, genau! Ich werde Dich von Zeit zu Zeit, auf eine kleine Reise aus deinem Alltag entführen. Einfach so! Mit seltsamen Inhalten aus deinem Leben. Glaubst Du nicht? Bitteschön, nur für Dich: Ich heisse Lara, bin 34, Mutter und treu sorgende Ehefrau. Und "nein" - das war kein Schreibfehler, ich bin immer noch "heiß"! Zumindest glaube ich das, soweit man es selbst beurteilen darf. ~ Und ich darf! Verlass Dich drauf! Mein Mann sagt immer: Widersprechen hat bei mir noch nie geholfen! Ja wozu auch? Ich bin Vollzeit-Mama für Alle und selbst mein Mann, verwechselt mich manchmal, mit der eig...
Einer Deiner besten Freunde und natürlich auch einer meiner Besten ist, Raphael - kurz Raphi. Der Typ hat hier und da, zwar keine Latten am Zaun, dafür anderswo umso mehr! Er ist die Art Kumpel, die jede Deiner Minuten, zu Unvergessenen macht! Kein Scheiss! Wenn Du glaubst Alles schon gesehen und erlebt zu haben, verlass Dich drauf, Raphi toppt es mit Vorliebe, auf Seine ganz eigene Art!
Immer für ´ne Überraschung gut!

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Millionenfach geschehen Dinge um uns herum, die Keiner mehr bemerkt. Was ist Dir davon bisher entgangen? Wer hat Dir das kindliche Feingefühlt geraubt, den Blick auf das Wesentliche zu richten?
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*Die Realität? - Ein Traum?
Es ist doch immer wieder dasselbe. Da müht man sich ab im Job und Alles, was man erhält, ist ein kleines „geschafft!“ Ich habe die ganze Woche über geackert und das ist der Dank? ~ Super! Schweißgebadet und tierisch genervt, stehe ich vor meiner Dusche. Kann immer noch nicht begreifen, warum ich mir das jedes Mal bieten lasse. Mein Kopf raucht vor Wut, doch es ändert eh nichts - also ab unter die warme Dusche!
~ Entspannung pur! Ein paar Minuten, in denen Keiner was von mir will, mich an schnauzt oder irgendeinen Mist, zum Super-Gau seines Tages macht!
Was Caro wohl gerade treibt? Ich hatte Sie heute kurz auf meinem Weg durch den Park, mit einem Typen quatschen sehn. Ihr nächstes Opfer? Sah so aus! Wir hatten schon eine Weile, keinen Kontakt mehr. Doch vor einigen Jahren hatten auch wir mal was miteinander. Aber es hielt nicht wirklich lange, weil es so viel Neus zu entdecken gab. Von einer Party zur Nächsten und mitnehmen, was uns in die Finger kam. Tja - wilden Zeiten waren das damals.
Legal, oral - scheiß egal! Schluck und freu Dich, war unser Motto! Frei nach Goethe: Wer nicht probiert, weiß nicht wie´s schmeckt! ~ Auch wenn Caro konsequent der Meinung ist, das stammt nicht von Goethe! - Na und? Dann eben von Raphael, oder Gabriel - oder Brummi-el!
~ Wer nimmt das heute noch SO genau?
*Telefon klingelt
Scheiße, schnell aus der Dusche. Mist! ~ Achtung Rutschgefahr! Ich schliddere klatschnass um die Ecke ans Telefon. Stürze fast! Mein Glück? Robuste Möbel!
„Hallo Raphael“ - piepste es aus dem Hörer. Wenn man vom Teufel spricht ... Aber das kennst Du sicher.
„Also es tut mir ja echt Leid, wenn ich Dich so spät noch stören muss! Aber mir ist aufgefallen, dass Du eine wichtige Sendung, für unseren neuen Kunden aus Japan vergessen hast. Das muss unbedingt noch heute raus! Hättest Du aber wissen müssen!“
Na klar doch, das tat Ihr ganz sicher Leid! So wie ihr, die ganze Woche schon alles Leid tat! Und wer durfte ihr ganzes Leid wieder in Ordnung bringen? Natürlich ich - das perfekte Opfer, ihrer Wahl!
Ich: „Ja, ich weiß von dem Kunden aus Japan, aber ohne Infos darüber, wann er das Paket kriegen soll. Das versteh ich jetzt nicht!“
Sie: „Oh Mann, Du kennst aber schon unsere Lieferbedingungen. Und hier muss es noch eine Ecke schneller gehen - so schnell wie möglich eben! Da steht doch Alles was Du wissen musst, auf der Bestellung. Jetzt aber flott, mach Dich auf die Socken!“
Ein auf dumm machen, zieht fast immer! Doch bevor ich befürchten musste, das Ihr gleich die Luft ausgeht, erwiderte ich in meinem typisch, freundlichen Ton: „Chefin, machen Sie sich keine Sorgen! Kein Problem! Ich bin in 20 Minuten da und erledige das.“
~ Ich Depp!
Schnell was anziehen, ich war in Rufbereitschaft, oh Mann! Wie blöd kann man sein? Einfach nur blöd und das hatte ich mir auch noch selbst ausgesucht! Weil ich den Gedanken "cool" fand, ausgerechnet dort zu arbeiten. Von wegen!
Ok! Also weiter im Text:
... Ich muss zugeben, dass ich nicht sonderlich begeistert war, noch mal in die Firma zu müssen, aber was tut man nicht Alles, um guten Eindruck zu machen. Wie Deppen halt so sind. Das wird eben an anderer Stelle, auch gnadenlos aus genutzt! Ich dachte noch: "Selbst Schuld, dann brauchst auch nicht meckern!"
*Selbst-Gespräche, therapeutische Behandlung erfolglos
Kaum die Tür auf, hörte ich schon Ihre piepsige Stimme:
„Raphael, Na endlich! Es ist sehr wichtig, dass diese Bestellung, so schnell wie möglich raus geht. Sieh mal her, die ging doch noch in deiner Schicht ein! Stimmt hier was mit dem Zeit-Stempel nicht? Oder warst Du heute schon früher weg?“
Na Die ist vielleicht witzig! Ich und früher gehen, im Leben nicht! Doch solange es Keiner bemerkt, gebe ich mir auch gerne mal, ein paar Minuten Leerlauf! Als ich auf der Bestellung genauer nachsah, wurde mir aber schnell klar, warum es plötzlich so dringend war. Es ging um eine Folgebestellung des Kunden! Dessen Interesse ist scheinbar nach der letzten Bestellung gestiegen. ~ Na vermutlich ist nicht nur sein Interesse gestiegen?!
*Die Herzfrequenz wohl auch! Insider-Witz!
Meine Vorgesetzte hatte schon angedeutet, dass Sie auf dem asiatischen Markt Fuß fassen möchte. Diesem Wunsch war Sie gerade einen Schritt näher gekommen. Selbst noch um halb elf in der Nacht! ~ dank King Raphi!
*Ihr Smart-Phone klingelte
Sie lief hinaus, um mir kurze Zeit später zu berichten, dass Sie noch etwas Wichtiges zu tun hätte und ich den Auftrag, schnellst möglich erledigen soll.
„Klar Chefin, in einer halben Stunde müsste Alles auf dem Weg zum Kunden sein, machen Sie sich keine Sorgen! Ich erledige das!“
Das war´s was Sie hören wollte und zauberte Ihr, einen zufriedenen Ausdruck ins Gesicht. ~ Grinsen? Wozu? Könnte ja symphathisch wirken!
Ungefähr zwanzig Minuten, nachdem meine Vorgesetzte gegangen war, hörte ich wie ein Wagen aufs Firmen-Gelände fuhr. Noch zu so später Stunde? Es war bereits kurz nach elf und außer mir, Pförtner und Wachschutz - Keiner da. Neugierig blickte ich durch ein Fenster und sah einen schwarzen Mercedes, über das Gelände fahren.
"Hallo, das ist ja wie im Film" - dachte ich bei mir.
Ich beobachtete, wie der Wagen ans Hauptgebäude fuhr. Die Tür ging auf. Eine Frau in Jeans und weißem Jackett stieg aus. Ich sah, wie die Eingangstür sich öffnete und meine Vorgesetzte, ihren Gast in Empfang nahm. Lautes reden tönte herüber, doch die Worte konnte ich kaum verstehen. Das schien also die Sache zu sein, die so "wichtig" war! Diese Frau hatte ich zuvor noch nie gesehen, was mich neugierig machte.
Ich war fast fertig mit verpacken und die letzten Handgriffe, waren schnell erledigt. Ich beschloss, meiner Vorgesetzten nochmal Bescheid zu geben, dass ich nun gehen würde.
~ Natürlich ganz ohne Hintergedanken, logo!
Kurze Zeit später stand ich vor der Tür und klingelte. Das wurde scheinbar nicht erwartet, denn die Stimme, die mir auf mein Läuten aus der Sprechanlage antwortete, hörte sich irgendwie „überrascht“ an.
„Hallo Chefin, ich habe gesehen das Sie noch da sind und wollte kurz Bescheid geben, das ich fertig bin und jetzt nach Hause gehen werde.“
Ihre Antwort:
„Ist in Ordnung Raphael, danke dass Sie es noch erledigt haben ... dann bis morgen und gute Nacht!“
WTF? - so kannte ich die Alte ja gar nicht, so freundlich? Was war passiert? - Na klar, Sie hatte wohl nicht damit gerechnet, dass ich mich noch kurz melden würde. Aber gleich so eine Reaktion?
Das alles schien mir sowas von Top-Secret! Ich konnte ja gar nicht anders, als noch neugieriger zu werden. Das Gelände kannte ich in- und auswendig! Darum wusste ich auch, dass um die Ecke, ein Blick ins Büro meiner Vorgesetzen möglich wäre. Die Dunkelheit und spärliche Beleuchtung, waren die idealen Voraussetzungen - mein Vorhaben umzusetzen.
Ich schlich hinüber zum Fenster ihres Büros und sah aus etwas Abstand, wie Sie miteinander redeten. Meine Vorgesetzte saß dabei wie gewöhnlich, auf Ihrem Chef-Sessel und unterhielt sich - recht zaghaft, mit der Frau, die aus dem Wagen gestiegen war. Nun konnte ich Sie auch etwas genauer erkennen.
Während ich versuchte, näher ans Fenster zu gelangen, fiel mir auf, dass Eines davon nur angelehnt war. Das war die Gelegenheit, meiner Neugier Abhilfe zu verschaffen. Wie ein Jäger sich an seine Beute schleicht, so tigerte ich - fast lautlos wie ein Kater, zum Fenster hin. Beide saßen seitwärts zu mir gerichtet, was für mich - wiederum sehr riskant war - von Ihnen entdeckt zu werden.
Doch ich wollte unbedingt hören, was da los war. Ich und meine Neugier, aber pfeiff drauf, das ließ mir keine Ruhe. Gleich vor dem Fenster, ein Busch, der mir zwar wenig Schutz bot, dafür aber die Nähe um ihre Worte zu hören:
„Meine Liebe, so geht das nicht! Du kannst nicht einfach, unser Angebot annehmen und dann behaupten, es wäre nicht das gewesen - was Du erwartet hast. Wir haben eine feste Abmachung, die von unserer Seite aus - eingehalten wurde. Du weißt ganz genau, was Dir blüht, wenn Dich nicht an unsere Regeln hältst. Die logische Konsequenz ist, dass ich nun hier bin.“
~ Ich war geschockt! Hatte unsere - ach so weiße Weste - etwa, einen dunklen Fleck? Das klang ja sehr böse!
Meine Chefin saß wie versteinert da, als auf diese Weise - mit Ihr gesprochen wurde. Sie ließ es sich einfach gefallen. Was aus der Distanz betrachtet, nach einer zögerlichen Unterhaltung aussah, entpuppte sich zu einem Gespräch, voller Niedertracht. So hatte ich Sie bis Dato, noch nie erlebt. Aber es sollte noch übler werden, wie ich kurze Zeit später - feststellen konnte.
Ein Name fiel: Sam! ~ Sam? Wer war dieser Sam? Ich konnte nichts mit diesem Namen anfangen und lauschte weiter.
„Sam wir nicht glücklich sein, wenn Du Dich widersetzt! Solltest Du den Vertrag also erneut nicht einhalten, komme ich wieder! Darum überleg Dir gut, was Du tust. Du wurdest gewarnt! Einen schönen Abend noch und nicht vergessen - ich denk an Dich!"
Das waren Ihre letzten Worte, bevor Sie das Büro meiner Chefin verließ. Die saß immer noch, wie erstarrt in ihrem Chef-Sessel. In diesem Moment wusste ich echt nicht, was tun und harrte geduldig hinter meinem Busch aus. Was war das eben? Und warum verstehe ich bei all Dem - nur Bahnhof? Tausend Fragen und keine einzige Antwort.
Ich beschloss, erst mal nichts zu unternehmen und abzuwarten.
*Abwarten und Tee trinken! ~ nur Welchen?
Glaub mir, genau für solche Momente sind Fettnäpfchen erfunden worden. Ich blieb natürlich hängen und stolperte. Sie hingegen, war bereits wild um sich fuchtelnd und fluchend auf dem Weg nach draußen. Bereit für den finalen, unvermeidbaren Todes-Stoß!
Angriff: "Raphaaaeeel, was zur Hölle machst Du hinter diesem Busch? Was hast Du hier, verdammt nochmal - zu suchen? Bist Du von allen guten Geistern verlassen, oder hast überhaupt - jemals Welche besessen? Ich glaub´s ja nicht! Himmel Arsch und Zwirn!"
In meinem Ausweis ist meine Körper-Größe, mit 184 Zentimeter angegeben. An diesem Abend, hätte ein Minus davor, eher der Wahrheit entsprochen! Sie gab dem Begriff: "falten" - eine mir völlig neue Bedeutung!
Nach-Schlag: "Du dämlicher Voll-Idiot, ist Dir eigentlich klar, was Du gerade angerichtet hast? Wenn das von 'Sam' bemerkt wurde? ~ Das Du alles mit gehört hast? - Hat Sie dich zu irgend einem Zeitpunkt gesehen? - Oh du lieber Himmel, wir sind sowas von geliefert! Das war`s!"
Ich versuchte Sie zu beruhigen, stellte Gegenfragen, bekam aber keine Antwort. Sie war außer Rand und Band, unfähig ihrem eigenen "Gefiepse" auch nur eine Sekunde lang zu entkommen! *Bratpfanne! Nie hat man eine zur Hand, wenn´s mal wirklich brennt! Ich frage mich bis heute, ob es überhaupt was gebracht hätte. Meiner gelegentlichen "Comic-Fantasie" - sei Dank, ist die Vorstellung aber manchmal auch ganz lustig!
*Klopf, klopf - doing! Bing, doing - doing!
Hab ich eigentlich auch eine "Horror-Fantasie"? Oh oh ... nein ... nicht vorstellen, zu viel Blut! ~ Splatter Movies sind einfach nichts für mich!
~ Ich bin der handzahme Tiger und ein stiller Krieger
In meiner nächsten Folge, verrate ich Dir, was es mit den ganzen Ereignissen auf sich hat und wo die Reise meiner Vorgesetzten und mir - noch hin geführt hat!
Nun denn, ich verabschiede mich für heute - bis zum nächsten Mal!
Dein Raphi
Immer für ´ne Überraschung gut!

That´s me
Mein Name ist Raphael. Ich bin 36 Jahre alt, von Beruf, derzeit Lagerist und in einem großen Unternehmen tätig. Meine Hobbys sind Schwimmen, Radfahren, Parkour und gemütliche, als auch Action reiche - Abende mit Freunden.Also me
Ich bin: Freigeist, Denker, Philosoph und Chaot in einer Person.---
Millionenfach geschehen Dinge um uns herum, die Keiner mehr bemerkt. Was ist Dir davon bisher entgangen? Wer hat Dir das kindliche Feingefühlt geraubt, den Blick auf das Wesentliche zu richten?
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*Die Realität? - Ein Traum?
Lets go
~ Freitagabend, Feierabend - endlich Zeit zum Relaxen.Es ist doch immer wieder dasselbe. Da müht man sich ab im Job und Alles, was man erhält, ist ein kleines „geschafft!“ Ich habe die ganze Woche über geackert und das ist der Dank? ~ Super! Schweißgebadet und tierisch genervt, stehe ich vor meiner Dusche. Kann immer noch nicht begreifen, warum ich mir das jedes Mal bieten lasse. Mein Kopf raucht vor Wut, doch es ändert eh nichts - also ab unter die warme Dusche!
~ Entspannung pur! Ein paar Minuten, in denen Keiner was von mir will, mich an schnauzt oder irgendeinen Mist, zum Super-Gau seines Tages macht!
Was Caro wohl gerade treibt? Ich hatte Sie heute kurz auf meinem Weg durch den Park, mit einem Typen quatschen sehn. Ihr nächstes Opfer? Sah so aus! Wir hatten schon eine Weile, keinen Kontakt mehr. Doch vor einigen Jahren hatten auch wir mal was miteinander. Aber es hielt nicht wirklich lange, weil es so viel Neus zu entdecken gab. Von einer Party zur Nächsten und mitnehmen, was uns in die Finger kam. Tja - wilden Zeiten waren das damals.
Legal, oral - scheiß egal! Schluck und freu Dich, war unser Motto! Frei nach Goethe: Wer nicht probiert, weiß nicht wie´s schmeckt! ~ Auch wenn Caro konsequent der Meinung ist, das stammt nicht von Goethe! - Na und? Dann eben von Raphael, oder Gabriel - oder Brummi-el!
~ Wer nimmt das heute noch SO genau?
Die Leiterin
Meine Vorgesetzte im Job sagt immer, ich soll nicht so viel denken. Vielleicht sollte sie mal nicht so viel reden, mit ihrer piependen Stimme, die mich immer wieder, an ein Warnsignal erinnert! Pause! Ich hatte nur Schwierigkeiten bei Ihr, die richtigen Knöpfe zu finden. Und ihre Leier, lief in Dauer-Schleife! Das war auch meist, der Grund für meinen rauchenden Kopf! Eine Woche unter ihrer Fuchtel und vier Wochen Urlaub, um sich wieder davon zu erholen.*Telefon klingelt
Scheiße, schnell aus der Dusche. Mist! ~ Achtung Rutschgefahr! Ich schliddere klatschnass um die Ecke ans Telefon. Stürze fast! Mein Glück? Robuste Möbel!
„Hallo Raphael“ - piepste es aus dem Hörer. Wenn man vom Teufel spricht ... Aber das kennst Du sicher.
„Also es tut mir ja echt Leid, wenn ich Dich so spät noch stören muss! Aber mir ist aufgefallen, dass Du eine wichtige Sendung, für unseren neuen Kunden aus Japan vergessen hast. Das muss unbedingt noch heute raus! Hättest Du aber wissen müssen!“
Na klar doch, das tat Ihr ganz sicher Leid! So wie ihr, die ganze Woche schon alles Leid tat! Und wer durfte ihr ganzes Leid wieder in Ordnung bringen? Natürlich ich - das perfekte Opfer, ihrer Wahl!
Ich: „Ja, ich weiß von dem Kunden aus Japan, aber ohne Infos darüber, wann er das Paket kriegen soll. Das versteh ich jetzt nicht!“
Sie: „Oh Mann, Du kennst aber schon unsere Lieferbedingungen. Und hier muss es noch eine Ecke schneller gehen - so schnell wie möglich eben! Da steht doch Alles was Du wissen musst, auf der Bestellung. Jetzt aber flott, mach Dich auf die Socken!“
Ein auf dumm machen, zieht fast immer! Doch bevor ich befürchten musste, das Ihr gleich die Luft ausgeht, erwiderte ich in meinem typisch, freundlichen Ton: „Chefin, machen Sie sich keine Sorgen! Kein Problem! Ich bin in 20 Minuten da und erledige das.“
~ Ich Depp!
Schnell was anziehen, ich war in Rufbereitschaft, oh Mann! Wie blöd kann man sein? Einfach nur blöd und das hatte ich mir auch noch selbst ausgesucht! Weil ich den Gedanken "cool" fand, ausgerechnet dort zu arbeiten. Von wegen!
Ja ich weiß, Du verstehst gerade nur Bahnhof!
Lagerist, so what? Was tun Lageristen schon Wichtiges? Ein paar Pakete packen, einlagern, erfassen und wieder umpacken! ~ Stupide dumme Arbeit! Doch das ist nicht Alles! Sonst wäre in Deinem Paket nämlich was Falsches drin. Wir Götter, versauen Dir also den Tag, wenn wir schlechte Laune haben. Aber ich wollte, der Sache noch die Krone aufsetzen! Als Lagerist im:Groß-Fachhandel für Erwachsenen Artikel!
Ok, lach nur und lass die typischen Sprüche vom Band. Mann, klar - ist logisch, kann ja nur sowas sein. Ja am Anfang ist Alles schön und gut, aber schon nach wenigen Monaten und Schicht-Betrieb, beginnt die "Spaß an der Freud" sehr zu wanken. Ich mache das nun schon seit drei Jahren! *Mitleid bitte!Ok! Also weiter im Text:
... Ich muss zugeben, dass ich nicht sonderlich begeistert war, noch mal in die Firma zu müssen, aber was tut man nicht Alles, um guten Eindruck zu machen. Wie Deppen halt so sind. Das wird eben an anderer Stelle, auch gnadenlos aus genutzt! Ich dachte noch: "Selbst Schuld, dann brauchst auch nicht meckern!"
*Selbst-Gespräche, therapeutische Behandlung erfolglos
Der Besuch
Als ich in der Firma ankam, war beinah Alles dunkel, nur in Halle Eins brannte noch Licht. Ich konnte schon erahnen, dass Sie auf mich warten würde! Doch das brachte mich nun auch nicht weiter aus der Ruhe.Kaum die Tür auf, hörte ich schon Ihre piepsige Stimme:
„Raphael, Na endlich! Es ist sehr wichtig, dass diese Bestellung, so schnell wie möglich raus geht. Sieh mal her, die ging doch noch in deiner Schicht ein! Stimmt hier was mit dem Zeit-Stempel nicht? Oder warst Du heute schon früher weg?“
Na Die ist vielleicht witzig! Ich und früher gehen, im Leben nicht! Doch solange es Keiner bemerkt, gebe ich mir auch gerne mal, ein paar Minuten Leerlauf! Als ich auf der Bestellung genauer nachsah, wurde mir aber schnell klar, warum es plötzlich so dringend war. Es ging um eine Folgebestellung des Kunden! Dessen Interesse ist scheinbar nach der letzten Bestellung gestiegen. ~ Na vermutlich ist nicht nur sein Interesse gestiegen?!
*Die Herzfrequenz wohl auch! Insider-Witz!
Meine Vorgesetzte hatte schon angedeutet, dass Sie auf dem asiatischen Markt Fuß fassen möchte. Diesem Wunsch war Sie gerade einen Schritt näher gekommen. Selbst noch um halb elf in der Nacht! ~ dank King Raphi!
*Ihr Smart-Phone klingelte
Sie lief hinaus, um mir kurze Zeit später zu berichten, dass Sie noch etwas Wichtiges zu tun hätte und ich den Auftrag, schnellst möglich erledigen soll.
„Klar Chefin, in einer halben Stunde müsste Alles auf dem Weg zum Kunden sein, machen Sie sich keine Sorgen! Ich erledige das!“
Das war´s was Sie hören wollte und zauberte Ihr, einen zufriedenen Ausdruck ins Gesicht. ~ Grinsen? Wozu? Könnte ja symphathisch wirken!
Ungefähr zwanzig Minuten, nachdem meine Vorgesetzte gegangen war, hörte ich wie ein Wagen aufs Firmen-Gelände fuhr. Noch zu so später Stunde? Es war bereits kurz nach elf und außer mir, Pförtner und Wachschutz - Keiner da. Neugierig blickte ich durch ein Fenster und sah einen schwarzen Mercedes, über das Gelände fahren.
"Hallo, das ist ja wie im Film" - dachte ich bei mir.
Ich beobachtete, wie der Wagen ans Hauptgebäude fuhr. Die Tür ging auf. Eine Frau in Jeans und weißem Jackett stieg aus. Ich sah, wie die Eingangstür sich öffnete und meine Vorgesetzte, ihren Gast in Empfang nahm. Lautes reden tönte herüber, doch die Worte konnte ich kaum verstehen. Das schien also die Sache zu sein, die so "wichtig" war! Diese Frau hatte ich zuvor noch nie gesehen, was mich neugierig machte.
Ich war fast fertig mit verpacken und die letzten Handgriffe, waren schnell erledigt. Ich beschloss, meiner Vorgesetzten nochmal Bescheid zu geben, dass ich nun gehen würde.
~ Natürlich ganz ohne Hintergedanken, logo!
Kurze Zeit später stand ich vor der Tür und klingelte. Das wurde scheinbar nicht erwartet, denn die Stimme, die mir auf mein Läuten aus der Sprechanlage antwortete, hörte sich irgendwie „überrascht“ an.
„Hallo Chefin, ich habe gesehen das Sie noch da sind und wollte kurz Bescheid geben, das ich fertig bin und jetzt nach Hause gehen werde.“
Ihre Antwort:
„Ist in Ordnung Raphael, danke dass Sie es noch erledigt haben ... dann bis morgen und gute Nacht!“
WTF? - so kannte ich die Alte ja gar nicht, so freundlich? Was war passiert? - Na klar, Sie hatte wohl nicht damit gerechnet, dass ich mich noch kurz melden würde. Aber gleich so eine Reaktion?
Das alles schien mir sowas von Top-Secret! Ich konnte ja gar nicht anders, als noch neugieriger zu werden. Das Gelände kannte ich in- und auswendig! Darum wusste ich auch, dass um die Ecke, ein Blick ins Büro meiner Vorgesetzen möglich wäre. Die Dunkelheit und spärliche Beleuchtung, waren die idealen Voraussetzungen - mein Vorhaben umzusetzen.
Ich schlich hinüber zum Fenster ihres Büros und sah aus etwas Abstand, wie Sie miteinander redeten. Meine Vorgesetzte saß dabei wie gewöhnlich, auf Ihrem Chef-Sessel und unterhielt sich - recht zaghaft, mit der Frau, die aus dem Wagen gestiegen war. Nun konnte ich Sie auch etwas genauer erkennen.
Schnucklig die Kleine.
Ich schätzte Sie um, Mitte bis Ende zwanzig, mit langem schwarzem Haar, das fast bis zum Po reichte. Braun gebrannt und groß, war Sie wirklich ein Sahne-Schnittchen der Extra-Klasse!Während ich versuchte, näher ans Fenster zu gelangen, fiel mir auf, dass Eines davon nur angelehnt war. Das war die Gelegenheit, meiner Neugier Abhilfe zu verschaffen. Wie ein Jäger sich an seine Beute schleicht, so tigerte ich - fast lautlos wie ein Kater, zum Fenster hin. Beide saßen seitwärts zu mir gerichtet, was für mich - wiederum sehr riskant war - von Ihnen entdeckt zu werden.
Doch ich wollte unbedingt hören, was da los war. Ich und meine Neugier, aber pfeiff drauf, das ließ mir keine Ruhe. Gleich vor dem Fenster, ein Busch, der mir zwar wenig Schutz bot, dafür aber die Nähe um ihre Worte zu hören:
„Meine Liebe, so geht das nicht! Du kannst nicht einfach, unser Angebot annehmen und dann behaupten, es wäre nicht das gewesen - was Du erwartet hast. Wir haben eine feste Abmachung, die von unserer Seite aus - eingehalten wurde. Du weißt ganz genau, was Dir blüht, wenn Dich nicht an unsere Regeln hältst. Die logische Konsequenz ist, dass ich nun hier bin.“
~ Ich war geschockt! Hatte unsere - ach so weiße Weste - etwa, einen dunklen Fleck? Das klang ja sehr böse!
Meine Chefin saß wie versteinert da, als auf diese Weise - mit Ihr gesprochen wurde. Sie ließ es sich einfach gefallen. Was aus der Distanz betrachtet, nach einer zögerlichen Unterhaltung aussah, entpuppte sich zu einem Gespräch, voller Niedertracht. So hatte ich Sie bis Dato, noch nie erlebt. Aber es sollte noch übler werden, wie ich kurze Zeit später - feststellen konnte.
Ein Name fiel: Sam! ~ Sam? Wer war dieser Sam? Ich konnte nichts mit diesem Namen anfangen und lauschte weiter.
„Sam wir nicht glücklich sein, wenn Du Dich widersetzt! Solltest Du den Vertrag also erneut nicht einhalten, komme ich wieder! Darum überleg Dir gut, was Du tust. Du wurdest gewarnt! Einen schönen Abend noch und nicht vergessen - ich denk an Dich!"
Das waren Ihre letzten Worte, bevor Sie das Büro meiner Chefin verließ. Die saß immer noch, wie erstarrt in ihrem Chef-Sessel. In diesem Moment wusste ich echt nicht, was tun und harrte geduldig hinter meinem Busch aus. Was war das eben? Und warum verstehe ich bei all Dem - nur Bahnhof? Tausend Fragen und keine einzige Antwort.
Ich beschloss, erst mal nichts zu unternehmen und abzuwarten.
*Abwarten und Tee trinken! ~ nur Welchen?
Ertappt
Meine Vorgesetzte stand am Fenster! Ihr Blick starr geradeaus gerichtet. Eine Sekunde später, richteten sich ihre Augen jedoch auf mich! Blankes Entsetzen auf beiden Seiten. Fuck! Das darf doch jetzt nicht wahr sein?! Ihr Blick glich einem verrückt gewordenen Raubtier, kurz vor seinem Angriff! Ich geriet in bloße Panik und versuchte schnell aus meinem Versteck zu entkommen.Glaub mir, genau für solche Momente sind Fettnäpfchen erfunden worden. Ich blieb natürlich hängen und stolperte. Sie hingegen, war bereits wild um sich fuchtelnd und fluchend auf dem Weg nach draußen. Bereit für den finalen, unvermeidbaren Todes-Stoß!
Angriff: "Raphaaaeeel, was zur Hölle machst Du hinter diesem Busch? Was hast Du hier, verdammt nochmal - zu suchen? Bist Du von allen guten Geistern verlassen, oder hast überhaupt - jemals Welche besessen? Ich glaub´s ja nicht! Himmel Arsch und Zwirn!"
In meinem Ausweis ist meine Körper-Größe, mit 184 Zentimeter angegeben. An diesem Abend, hätte ein Minus davor, eher der Wahrheit entsprochen! Sie gab dem Begriff: "falten" - eine mir völlig neue Bedeutung!
Nach-Schlag: "Du dämlicher Voll-Idiot, ist Dir eigentlich klar, was Du gerade angerichtet hast? Wenn das von 'Sam' bemerkt wurde? ~ Das Du alles mit gehört hast? - Hat Sie dich zu irgend einem Zeitpunkt gesehen? - Oh du lieber Himmel, wir sind sowas von geliefert! Das war`s!"
Ich versuchte Sie zu beruhigen, stellte Gegenfragen, bekam aber keine Antwort. Sie war außer Rand und Band, unfähig ihrem eigenen "Gefiepse" auch nur eine Sekunde lang zu entkommen! *Bratpfanne! Nie hat man eine zur Hand, wenn´s mal wirklich brennt! Ich frage mich bis heute, ob es überhaupt was gebracht hätte. Meiner gelegentlichen "Comic-Fantasie" - sei Dank, ist die Vorstellung aber manchmal auch ganz lustig!
*Klopf, klopf - doing! Bing, doing - doing!
Hab ich eigentlich auch eine "Horror-Fantasie"? Oh oh ... nein ... nicht vorstellen, zu viel Blut! ~ Splatter Movies sind einfach nichts für mich!
~ Ich bin der handzahme Tiger und ein stiller Krieger
In meiner nächsten Folge, verrate ich Dir, was es mit den ganzen Ereignissen auf sich hat und wo die Reise meiner Vorgesetzten und mir - noch hin geführt hat!
Nun denn, ich verabschiede mich für heute - bis zum nächsten Mal!
Dein Raphi
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